Buenos Aires Kulturleben
Buenos Aires ist eine pulsierende Stadt, in der rund 13 Millionen Menschen leben. Sie ist aus ehemals dörflichen Siedlungen zu einer Agglomeration zusammengewachsen und besteht daher aus Quartieren mit sehr ausgeprägten Eigenheiten. Die argentinische Hauptstadt zeichnet sich durch ihre zahlreichen Gegensätze aus: Reichtum und Armut, Modernität und koloniales Erbe, breite Alleen und Orte, an denen das Zusammenleben auf engstem Raum stattfindet. Neben dem kommunalen und nationalen Kulturangebot tragen zahlreiche Stiftungen und unabhängige Einrichtungen zu einer besonders dynamischen Kunstszene bei.
Bildende Kunst, Musik, Tanz und Literatur beschränken sich nicht auf den Tango. Das Kulturschaffen ist stark lokal verwurzelt und gleichzeitig mit internationalen Netzwerken verbunden. Buenos Aires ist eine sehr weitläufige Stadt, deren Zentrum von mehreren Metrolinien bedient wird. Kunstschaffende finden hier Arbeits- und Begegnungsmöglichkeiten, die mit denen anderer Metropolen vergleichbar sind. Es wird jedoch empfohlen, sich vor dem Aufenthalt mit den örtlichen Gepflogenheiten vertraut zu machen und sich Grundkenntnisse in Spanisch anzueignen.
Das Quartier La Boca, das an der Mündung (boca) des Riachuelo in der Nähe des alten Hafens liegt, ist historisch durch die Einwanderung aus Europa, insbesondere aus Italien, geprägt. In diesem Quartier, das für seine bunten Häuser in der Fussgängerzone Caminito und für den ehemaligen Fussballverein von Diego Maradona bekannt ist, werden heute Projekte zur kulturellen Aufwertung durchgeführt, insbesondere in Zusammenarbeit mit der Stiftung Proa, dem Kulturzentrum Usina del Arte und dem Programm «Distrito de las Artes».
Atelier Beschreibung
Die Künstlerresidenz in Buenos Aires, die Casa Suiza, ist ein Haus aus dem Jahr 1910, das im historischen Quartier La Boca liegt. Sie bietet Platz für drei Kunstschaffende, die hier für einen Zeitraum von sechs Monaten (von Januar bis Juni und von Juli bis Dezember) wohnen können. Auf einer Etage befinden sich drei Ateliers und die Gemeinschaftsräume, im Obergeschoss drei Einzelzimmer sowie ein Gästezimmer. Ausserdem steht eine Dachterrasse zur Verfügung.
Wer sich für ein Atelier bewirbt, verpflichtet sich durch die Unterzeichnung der Charta der SKK, sechs Monate lang mit zwei anderen Kunstschaffenden aus zwei anderen Schweizer Städten in einer Wohngemeinschaft zusammenzuleben. Unerlässlich dafür sind Respekt, Flexibilität und Teamgeist. Die freundschaftliche Verbundenheit ist ein Pluspunkt und hat schon mehrfach zu erfreulichen künstlerischen Kooperationen in Argentinien oder – nach der Rückkehr – in der Schweiz geführt. Das Haus verfügt ausserdem über ein Zimmer, das für andere Austauschprojekte zur Verfügung steht.
Die Kulturschaffenden besorgen ihren Haushalt selbst. Eine Putzfrau übernimmt die Reinigung der Gemeinschaftsräume in der Regel einmal in der Woche. Es gibt eine Waschmaschine, die Küche ist mit dem Nötigsten ausgestattet. Vor jedem Wechsel findet eine Grundreinigung statt.
Das Angebot richtet sich an professionelle Künstlerinnen und Künstler aller Sparten. Zu beachten ist jedoch, dass laute bzw. verstärkte Musik in den Räumlichkeiten der Residenz nicht erlaubt ist. Das Atelier ist ausschliesslich für einzelne Kunstschaffende gedacht.
Weder Familien bzw. Partnerinnen und Partner noch Haustiere sind vorgesehen. Ein Besuch von höchstens zwei Wochen ist möglich, sofern auf die Qualität der Wohngemeinschaft geachtet wird.
Praktische Informationen
Gesprochene SprachenEs ist notwendig, sich vor dem Aufenthalt Grundlagen der spanischen Sprache anzueignen
Schriftsprachespanischen
PersonenzahlEinzelpersonen
Art der Unterbringungin einer Wohngemeinschaft mit anderen Kunstschaffenden 1
WLANja
VisumDie Aufenthaltsdauer für Besucher/Touristen beträgt 90 Tage, für die Einreise muss kein Visum beantragt werden 2
SicherheitEinige Strassen sollten gemieden werden. Es wird dringend empfohlen, die üblichen Verhaltensregeln in einer solchen Umgebung zu befolgen: Tragen Sie keine Wertsachen bei sich, verhalten Sie sich unauffällig und rücksichtsvoll und beachten Sie die Warnungen und Hinweise der Anwohnerinnen und Anwohner 3
WährungSeit 2024 ist es bei stabilem Wechselkurs möglich, an Geldautomaten in Buenos Aires direkt argentinische Pesos abzuheben; allerdings fallen dabei hohe Bankgebühren an 4
MobilitätDer öffentliche Nahverkehr und die Taxis funktionieren gut
StipendiumCHF 2000 von der SKK und CHF 9000 von der Stadt
1 : Wer sich für ein Atelier bewirbt, verpflichtet sich durch die Unterzeichnung der Charta der SKK, sechs Monate lang mit zwei anderen Kunstschaffenden aus zwei anderen Schweizer Städten in einer Wohngemeinschaft zusammenzuleben. Unerlässlich dafür sind Respekt, Flexibilität und Teamgeist. Die freundschaftliche Verbundenheit ist ein Pluspunkt und hat schon mehrfach zu erfreulichen künstlerischen Kooperationen in Argentinien oder – nach der Rückkehr – in der Schweiz geführt.
2 : Vor Ablauf der Frist empfiehlt sich die Ausreise in ein angrenzendes Land (Uruguay liegt mit der Fähre nur zwei Stunden entfernt) mit erneuter Einreise.
3 : Es wird davon abgeraten, spätabends den Heimweg zu Fuss oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzutreten, auch wenn viele Busse die ganze Nacht über verkehren und zwei Endhaltestellen direkt vor der Residenz liegen.
4 : Auch Ihre Einkäufe können Sie mit einer Debitkarte oder einer Mastercard bezahlen. Am besten ist es jedoch nach wie vor, Bargeld mitzunehmen, und zwar ausschliesslich in Euro (50- oder 100-Euro-Scheine) oder in US-Dollar (100-Dollar-Scheine). Bei Ihrer Ankunft erhalten Sie von uns Informationen dazu, wie Sie Ihr Geld in argentinische Pesos umtauschen können.
Eine weitere sichere Möglichkeit ist das Senden von Geld per Western Union. Wenn Sie die App herunterladen, können Sie von Buenos Aires aus den Transfer der benötigten Geldbeträge veranlassen und diese in einem der zahlreichen Western Union Stores direkt in argentinischen Pesos abheben.